Marianne Feld

Strukturen auf Metall

Die Grafik-Designerin Marianne Feld wurde in ihrem Studium vor allem von Oskar Holweck in der Grundlehre geprägt. Sie bemalt und besprüht mit Acrylfarbe Bleche aus Edelstahl oder schlichtem Schwarzblech. Dabei experimentiert sie in unterschiedlichen Techniken mit diversen Mitteln auf dem gewählten Malgrund – immer mit dem Ziel, einer optimalen graphisch-bildnerischen Gestaltung. Durch den bewussten Einsatz der Techniken, Materialien und Farben entstehen neue Räume, Muster und vor allem Strukturen. Diese klaren, bewusst reduzierten Strukturen, Muster und Linien prägen die Wirkung des Kunstwerkes für den Betrachter. So entstehen Verhältnisse, Proportionen, Aufteilungen und Schwerpunkte, die fast systemischen Charakter haben. Ein weiteres Merkmal von Marianne Felds Arbeiten ist, dass sie nie die gesamte Fläche ausfüllt. Dadurch bindet sie den Bildgrund, das Blech, immer in das Gesamtwerk mit ein und das Material Blech hat seine eigene Wirkung. Durch die Art des Auftragens der Farbe, Strukturpaste oder sonstigen Hilfsmitteln entstehen Strukturen und Verläufe, deren Spannung, ihre Dichte oder Transparenz am gesamtbildnerischen Ausdruck wesentlich beteiligt sind. Das bedeutet wiederum, dass Marianne Feld die Farbe bzw. Strukturpaste beim Auftragen sich nicht selbst überlässt. Sie streicht, drückt, zieht, rollt und schiebt die Masse mit Rakel, Spachtel oder Kamm auf den metallenen Untergrund und führt sie im Rhythmus ihres eigenen Empfindens. Zwar erfolgt die Bildkomposition in der Fläche. Doch dort, wo die Paste besonders dick aufgetragen ist, erhält sie eine plastische Gestalt. Sie bricht auf, zerfranst, wird zur Landschaft – zu zerklüfteten Gebirgen und sanften Tälern. Sie erhebt sich reliefartig aus dem Bildgrund, um am Ende der Bewegung wie durch einen immer lichter werdenden Vorhang den matten Glanz des Bleches freizugeben. Ein anderes Mal überspannen gerade Linien und geometrische Formen den „Malgrund“ und lassen ein Netz von musterartigen Gebilden entstehen. Außerdem nutzt sie die Besonderheit des Malgrunds, indem sie das Blech kantet oder auszuschneidet und erreicht dadurch mehr Tiefe und einen stärkeren Ausdruck.

Vita

1958 geboren in Saarlouis 1978 bis 1983 Studium Grafik-Design an der Fachhochschule des Saarlandes (heutige Hochschule der bildenden Künste Saar) Grundlehre: Oskar Holweck Grafik: Robert Sessler Diethard Adt Heinrich Popp Abschluss als Diplom Grafikdesignerin 1981 Geburt der Tochter Cornelia 1986 Geburt des Sohnes Tobias 1989 Geburt des Sohnes Sebastian 1993 bis 2006 Mit-Geschäftsführerin eines Steinmetzbetriebes Seit 2007 Malen mit Acryl auf Leinwand Seit 2008 Malen mit Acryl auf Metall Gestaltung von Spiegeln, Säulen, Paravents Ausstellungen: Seit 2010 Teilnahme an Gruppenausstellungen 2010 bis 2013 Ausstellungen auf der Messe „Gartenträume“ November 2013 Kunstausstellung der Gemeinde Schwalbach im Rathaus Schwalbach 2014 bis 2018 eigene Galerie in Schwalbach 2015, 2016, 2017 Colors of Velsen / Alter Grube Velsen / Klarenthal 2017 galerie m beck / Homburg/Saar